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Hochdramatisch ging es mal wieder auf dem Linther
Sportplatz zu. Am Ende war zwar mehr drin für die Gastgeber, aber
gleichzeitig waren alle überglücklich, doch noch den einen Punkt geholt zu
haben. Wie kam es dazu?
Die Gastgeber begannen so stark und selbstbewusst wie sie schon die
letzten Spiele bestritten haben. Stefan Schulz, wie immer mit unheimlichem
Laufpensum, begann den Torreigen an einem verregneten Nachmittag. So
erzielte er in der 22. Spielminute das 1:0 für die Gastgeber. Es dauerte
aber keine 4 Minuten bis die Gäste ausglichen. Eine Unachtsamkeit in der
Deckung nutzte Müller zum 1:1. Doch es sollte noch schlimmer kommen für
die Unioner. Wildau wurde fortan stärker und besaß vor allem
Konterchancen, denn die Linther spielten offensiv wie selten. Während
Union vehement auf das Gästetor stürmte, pfiff der etwas unsicher
agierende Schiedsrichter in der 34. Minute nach vermeintlichem Foulspiel
von Torwart Jens Granat Elfmeter. Diese Chance ließ sich Hensel auch beim
2. Versuch, der Elfer musste wiederholt werden, nicht entgehen. Linthe
drückte aber noch weiter und kam verdient vor dem Pausenpfiff zum
Ausgleich. Mit Klasse Übersicht hob wiederum Stefan "Schulle" Schuuulz den
Ball am gegnerischen Torwart vorbei ins Gehäuse.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Linthe rannte an, Wildau konterte. Und
wieder der bessere Start für die Einheimischen. Jens Hübner umkurvte all
seine Gegenspieler, zog zur Grundlinie durch und passte genau auf den
mitlaufenden Tino Eschholz, der den Ball im Netz versenkte. Auch hier
hielt der Jubel aber noch kürzer als in Halbzeit 1 an. Nur 1 Minute später
erzielte Dieckmann abermals den Ausgleich. Dann eine spielentscheidende
Szene in der 75. Minute. Im Kampf um den Ball schlitterte Danny Herrmann
unbeabsichtigt voll in den Oberschenkel seines Gegners. Daraufhin regte
sich der Kapitän der Gäste so auf, dass er vorzeitig nach Gelb-Rot zum
Duschen durfte. Der Verteidiger konnte kurze Zeit später weiter machen.
Linthe drückte jetzt ungemein aufs Tempo und kämpfte um die Führung.
Mehrere Möglichkeiten blieben jedoch ungenutzt. Und dann das Debakel. Von
gut 25 Metern nutzte Strahl von den Gästen seine Chance und zog beim
einzigen Phönix-Angriff der letzten Viertelstunde mit einem sauberen
Flachschuss ins Eck zum 4:3 für die Wildauer ab. Fortan glaubte keiner der
Einheimischen mehr an die Wende oder den Ausgleich, denn zu viele Chancen
blieben zuvor ungenutzt und immerhin war die 84. Minute erreicht. Aber
vielleicht haben ja die Unioner die einzelnen Rufe aus dem Fanblock wahr
genommen. Dort versuchte man der Mannschaft wieder Mut zu machen und sang
vom ersten Auswärtsieg in Ruhlsdorf. Und das Unfassbare trat doch noch
ein. In der 90. Spielminute hatte der Staffelneuling das Glück des
Tüchtigen und mit Christian "Adolf" Günther (neuer alias: "Das
Kopfballungeheuer") den Vollstrecker und Retter in der letzten Sekunde.
Nun liegt an der Tabellenspitze alles dicht beieinander, die Unioner
müssen aber ab dem nächsten Spiel Marco Wilke, der zur Bundeswehr nach
Frankfurt am Main geht, ersetzen. So dass jetzt wohl die schwereren Spiele
folgen werden. Nichts desto trotz sind die ersten 13 Punkte gegen den
Abstieg eingefahren! Weiter so - Eisern Union!!! |